Risk Management - die umfassende
Analyse und Bewertung von Geschäftsrisiken, gehört aufgrund steigender
Unternehmens-zusammenbrüche heute zu den Grundprinzipien jeder modernen
Unternehmensführung.
Das Risiko, als Unternehmen
insolvent zu werden oder in Insolvenzprobleme eines anderen Unternehmens
verwickelt zu werden, ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. 2004
gaben ca. 60% der ostdeutschen Unternehmen an, Forderungsverluste infolge
von Kundeninsolvenzen zu erleiden. Für die langfristige Existenz eines
Unternehmens wird es immer wichtiger, Kredit- und Insolvenzrisiken
frühzeitig zu erkennen und Forderungen entsprechend abzusichern. Dabei
müssen Kreditentscheidungen gegenüber Kunden bzw. Entscheidungen für oder
gegen neue Geschäftspartner oder Zulieferer unter immer größerem zeitlichen
Druck getroffen werden.
Insolvenzrisiken:
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Etwa 60% aller Insolvenzen in Deutschland entfallen auf GmbH. |
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Der Anteil junger Unternehmen ist besonders hoch. |
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Kleine Unternehmen mit vergleichsweise geringen Umsätzen weisen ein erhöhtes Risikopotential auf. |
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Eine Eigenkapitalausstattung < 10% der Bilanzsumme weist deutlich auf eine Insolvenzgefährdung hin. |
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Managementfehler werden häufig als eigentliche Insolvenzursache genannt.
Da viele gescheiterte Unternehmer über Neugründungen oder Umfirmierungen versuchen, wieder Fuß zu fassen, kann die Historie des Unternehmens bzw seiner Geschäftsführer oder Gesellschafter wichtige Risikohinweise geben. |
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Cash-Flow-Werte unter 10% bzw. Gesamtkapitalrenditen unter 8% sind empirische Werte, die auf erhöhtes Risiko hinweisen. |
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Einseitige Abhängigkeiten von Kunden oder Auftraggebern können als häufige Insolvenzursache angesehen werden. |
Eine Kundenstrukturanalyse
kann erste Hinweise auf die Höhe des einzugehenden Risikos liefern.
Risikobewertung:
Auf dem Informationsmarkt bieten eine Reihe von
Auskunfteien Bonitätsauskünfte an, die durch Aussagen über die
geschäftliche und finanzielle Situation die Einschätzung von
Geschäftsrisiken erleichtern können. In Deutschland sind das vor allem
Creditreform, D&B Deutschland (Schimmelpfeng) und Bürgel (Hermes
Kreditversicherungen).
Bestandteile
einer Bonitätsauskunft sind:
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Rechtsform / Rechtsformänderung / Haftungsverhältnisse |
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Eigenkapitalausstattung |
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Konzernzugehörigkeit / Organschafts- bzw. Ergebnisabführungsverträge |
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Alter des Unternehmens / Gründungsjahr |
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Branche und Branchenentwicklung |
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Auftragslage des Unternehmens |
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Umsatzentwicklung des Unternehmens |
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Bilanzdaten (Aktiva und Passiva) |
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Bankverbindungen des Unternehmens |
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Zahlungsweise des Unternehmens und Negativmerkmale |
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Kreditbeurteilung und Vorschlag eines Höchstkredites |
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Bonitätsbeurteilung / Bonitätsindex |
Auch Bankauskünfte enthalten
allgemeine Feststellungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse. Da sie
jedoch keine Angaben über Kontostand, Vermögenswerte oder
Kreditinanspruchnahme beinhalten, ist ihre Aussagekraft sehr begrenzt.
Ein erster Zugang zur Risikobewertung liegt in der Analyse
der Unternehmensstruktur. Rechtsform, Alter, Größe, Historie und
Verflechtungen können wichtige Hinweise auf potentielle Risikofaktoren
geben. Informationen über die frühere Tätigkeit von Gesellschaftern oder
Geschäftsführern können sehr hilfreich sein.
Von entscheidender Bedeutung sind Finanzierungs-
und Haftungsverhältnisse. Die Untersuchung des Verhältnisses
zwischen Gesamtvermögen und eingesetztem Fremdkapital gibt Aufschluss über
den Verschuldungsgrad und damit über die Wahrscheinlichkeit, im Falle eines
Konkurses ausstehende Gelder beitreiben zu können. Sehr hohe kurzfristige
Verbindlichkeiten können eine Liquiditätskrise auslösen. Es muss überprüft
werden, ob eine überdurchschnittliche Geschäftsentwicklung und
Personalausweitung nicht ausschließlich über Kredite finanziert worden ist,
sondern auch von entsprechenden Gewinnen getragen wurde. Ansonsten droht
trotz guten Umsatzes die Gefahr einer Überschuldung.
Eines der wichtigsten Verfahren der Risikobewertung ist
die Analyse des Zahlungsverhaltens. Im Gegensatz zu anderen
Ländern gibt es in Deutschland keine amtliche Wechselprotestliste,
Eintragungen in die Schuldnerliste werden nach drei Jahren oder bei
Befriedigung des Anspruchs gelöscht. Damit ist es ausgesprochen schwierig,
umfassende Informationen über das Zahlungsverhalten zu gewinnen. Die
Auskunfteien versuchen durch Gewinnung und Auswertung eigenen
Zahlenmaterials dieses Manko auszugleichen ( Inkassoaufträge, Befragungen
der Mitglieder, Kreditversicherungen, Auswertungen des elektronischen
Datenmaterials größerer Firmen). Damit stehen die Daten, die einer Auskunftei
zur Verfügung stehen, nicht zwangsläufig auch den anderen zur Verfügung.
Zur Absicherung eines größeren Geschäftes kann es also durchaus ratsam
sein, für die Beurteilung des Geschäftsrisikos die Berichte mehrere
Auskunfteien einzubeziehen.
Neben der Untersuchung der Zahlungsfähigkeit stellt die Bilanzanalyse
das vielleicht wichtigste Verfahren zur Firmen- und Risikobewertung dar. In
Deutschland kommen jedoch viele Firmen ihren gesetzlichen Verpflichtungen
zur Erstellung und Veröffentlichung von Bilanzen nicht oder nur
unvollständig nach. Es gibt auch keine eindeutige Bilanzkennzahl, die eine
verlässliche Prognose der Kapitalkraft und Rentabilität liefern kann. Es
müssen also immer mehrere Kennzahlen herangezogen werden, wie:
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Verschuldungskoeffizient |
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Kapitalanspannungsziffer |
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Kapitalrentabilität |
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Eigenkapitalanteil |
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Deckung des Anlagevermögens |
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Umsatz bzw. Gewinn pro Mitarbeiter |
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Liquiditätskennzahlen |
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Working Capital |
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Cash-Flow |
Innovationskraft,
Patentanalyse
Die wirtschaftliche Stabilität einer Firma wird –
besonders im Hochtechnologiebereich – auch durch die Innovationsrate bzw.
den Produkterneuerungszyklus beeinflusst. Auskunft darüber gibt Ihnen die
im Rahmen der Erarbeitung des Firmendossiers durchgeführte Patent- und
Veröffentlichungsanalyse.
Marktanalyse
Wie stellt sich das Marktumfeld dar, welche
Kooperations- und Lieferbeziehungen bestehen, … - es gibt viele weitere
Fragen, die eine Geschäftsbeziehung nachhaltig beeinflussen können und
damit bei Bedarf in das Firmendossier aufgenommen werden.
Die weltweiten Firmendossiers werden durch die
Firma INFOBROKER Jena,
unterstützt durch den Anschluss an die Online-Systeme vieler
Datenbankanbieter mit mehreren tausend Datenbanken erarbeitet. Wir, d.h. Frau
Mende und Frau Reklies beraten sie gern und stehen jederzeit unter Tel.
03641-358240, Fax 03641-358244, zur Verfügung, gern auch per E-Mail:
Rating für Ihr Unternehmen
Die wichtigsten Bestandteile des im Zuge von Basel
II von Banken oder Geschäftspartnern geforderten Ratings sind Bilanzanalyse
und Kundenstrukturanalyse (ca. 70 %). INFOBROKER Jena steht Ihnen auch für
diese Aufgabe als Partner zur Verfügung. Rufen Sie uns an oder schicken Sie
eine Mail: